2025: Permanente Bedrohung durch die Vogelgrippe
Das Jahr 2025 war weltweit geprägt von der Geflügelpest, die zu einer ständigen Bedrohung des Geflügels wurde. Früher saisonal – zu den Zeiten der Vogelzüge im Herbst und Frühjahr ist sie jetzt eine permanente Gefahr das ganze Jahr hindurch. Zur Verhinderung der weiteren Verbreitung wurden Millionen Tiere in Europa gekeult. Diese fehlen nun in der Eierproduktion.
Lebhafte Nachfrage
Das wirkte sich auch auf den heimischen Eiermarkt aus. Derzeit gibt es keinen Importdruck aus dem Ausland, da fast keine billigen Eier auf dem europäischen Markt erhältlich sind, daher ist die Nachfrage nach österreichischen Eiern angestiegen. Dazu kommt eine noch lebhaftere Nachfrage der Verbraucher nach Frischeiern, da das Ei immer beliebter wird. Zum einen wird es wegen seiner Inhaltsstoffe geschätzt, zum anderen als vergleichsweise günstige Proteinquelle.
Österreich ist gut aufgestellt
Mit Ende November 2025 waren in Österreich knapp 7,5 Millionen Legehennen registriert, davon etwa 55 % in Bodenhaltung, etwa 32% in Freilandhaltung und knapp 13% wurde biologisch gehalten. In den letzten Jahren zeigte die Tendenz von der Bodenhaltung eindeutig Richtung Freilandhaltung. Der Anteil der biologisch gehaltenen Legehennen ist in Österreich stabil und verglichen mit Europa hoch. Der Pro-Kopf-Verbrauch an Eiern ist auf hohem Niveau: 2022 und 2023 veröffentlichte die AMA einen pro Kopf Verbrauch in der Höhe von 248 Stück Eier/Jahr. Der Selbstversorgungsgrad lag 2024 laut Statistik Austria bei 87 %.
Aktuelle Situation KW 51: Vorweihnachtliche Backsaison
In der vorweihnachtlichen Backsaison kommt es zu einem höheren Bedarf an Frischeiern. Obwohl die heimische Produktion insgesamt gut aufgestellt ist, kann es durch die zahlreichen Ausstallungen passieren, dass genau das Ei der gewünschten Gewichtsklasse und Haltungsform gerade nicht verfügbar ist. Alternativen dazu wird es sicher geben.
